Die Fashion Weeks

Bevor diese Herbst-Saison zu meiner absoluten Lieblingsjahreszeit wurde, was die Mode betrifft, wurde die “Fall-Season” früher eher weniger von mir gefeiert.

Man konnte sich nicht mehr so gut in den Bäumen verstecken, weil die Blätter alle abfielen, die Gummistiefel machten keinen Spaß mehr, denn wenn man jetzt das Wasser innen reinschaufelte (jahaaa, liebe Eltern, Kinder tragen Gummistiefel aus dem Umkehrprinzip: Kann kein Wasser rein, kann auch kein Wasser raus und das macht die Geräusche beim Laufen mit wasserbefüllten Gummistiefeln umso witziger!), bekam man obendrein kalte Füße. Man wurde ständig angehalten, seinen Reißverschluss am lila-petrol glänzenden Anorak zu schließen und wen es ganz besonders böse erwischte, der bekam ein Schal-und-Mütze-2-in-1-Exemplar über den Kopf und Fäustlingshandschuhe auf die Finger verpasst. Man war sozusagen eingeschränkt in seiner Feinmotorik wie mit einer Zwangsjacke und WIE – liebe Mütter – soll man mit Fäustlingshandschuhen bitte adäquat Wasser in seine Gummistiefel schaufeln??! Das geht nüscht! Diese Guck-Loch-Mützen waren fast so eine schlimme Strafe wie das Sommer-Pendant dazu, wenn man im Schwimmbad immer Badesandalen tragen musste, durch dessen Kunststoff-Riemchen sich immer die kleinen Zehen quetschten.

Modetechnisch gesehen hat es uns früher nicht interessiert, welche Kleidung wir trugen – unsere Eltern aber scheinbar auch nicht. Früher wusste man mit dem Begriff „Fashion Week“ ja auch noch nichts anzufangen. Zugegebenermaßen waren die Auftritte der Models auf den Laufstegen der Welt eben nicht so präsent wie sie heute überall sind. Naja, vielleicht war es damals besser so, bevor sie uns noch in Latexkleider, Glitzer-Overalls oder farbenfrohe Tüll-Tutus gesteckt hätten. Da können wir ja froh sein, dass es „nur“ der glänzende lila Anorak war und kein „fancy garment“ aus der neu designten Kollektion eines weißhaarigen Herren mit schwarzer Sonnenbrille im gehobenen Alter.

Ganz so exklusiv muss es ja dann doch nicht sein. Ein Glück, dass die City sich da was Schöneres, mehr nach unserem Geschmack, ausgedacht hat! Während also in Mailand, London und New York die Runways gerade wieder voller Styling-Tipps für die nächste Saison sind, könnt ihr bis 13.10. auch in der City Galerie noch unter dem Motto „Fashion Weeks“ shoppen gehen. Schaut unbedingt vorbei, es lohnt sich, nicht nur die Schaufenster sind voll und geben ganz viel Inspiration rund um das Thema „Herbst“ und die neue „Fall-Season“.

Farblich könnten wir uns dieses Jahr nicht treffender auf den Herbst einstellen. Die Farben der bunten Blätter an den Bäumen finden sich aktuell alle an den Kleiderstangen wieder: Senfgelb, Bordeauxrot, Camel, Khaki. Darin haben sich auch unsere drei Finalisten am Samstag, den 29.09., beim Shopping-Star Contest in der City Galerie ausgetobt. Ab 10 Uhr ging‘s los und dann wurde es spannend, wer die Challenge gewann und das perfekte Herbstoutfit kreieren konnte. Mehr Infos zum Event findet Ihr auf Facebook oder Insta.

Heute liebe ich also den modischen Herbst, die Fall-Season, die Zeit von Lederjacken und Kuschelschals, Nude-, Erd- und Naturtönen, Layerlooks, die ersten Boots oder doch noch die Sneakers, chic kombiniert, Strickware und Ponchos, die von unseren Männern gerne abwertend als Pferdedecken bezeichnet werden. (Mir auch egal, ich häng‘ mir meinetwegen auch ‘ne Pferdedecke um, mir gefällt das! :D)

(Den Schmuck im oberen Bild gibt’s übrigens alles bei Juwelier Christ in der City.)

Kuschelig angezogen – man kann so nämlich noch die etwas kühlere, goldene Herbstsonne genießen und dabei einen „Pumpkin Spice Latte“ genießen. (Fragt mal in Eurer Caféteria in der City Galerie nach, vielleicht gibt es ich da jetzt schon. 😉 )

Mit genussvollen Grüßen aus der City,

Eure Anika